Ursula Schmieder
Ortsbürgermeisterin Annelie Scherf in ihrem Pluwiger Lädchen mit vielfältigen Dienstleistungen, einem attraktiven Warenangebot – und einem etwas anderen, von Bürger aber rege genutzten, Ortsgemeindebüro.
In der dank solider Infrastruktur für alle Generationen attraktiven Gemeinde lassen sich Gemeinschaft, Kultur und die Natur genießen
OP Pluwig

Pluwig ist ein gefragter Wohnort, wie die in zehn Jahren von 1300 auf rund 1700 gestiegene Einwohnerzahl belegt. Annelie Scherf, seit 2014 Ortsbürgermeisterin, führt das auf „die gute Infrastruktur und die Nähe zu Trier und Luxemburg“ zurück. Umso beachtlicher ist es, dass sich Bürger Gedanken machen, wie ihr Wohnort noch attraktiver werden kann. Aktuelle Beispiele sind der Verein „Natur- und Umweltfreunde Pluwig/Gusterath“ und der Arbeitskreis „Umwelt- und Natur“ der Gemeinde. Er will dem nicht nur vor Ort teils dramatischen Artensterben entgegenwirken. So etwa mit Blühflächen, die Insekten Nahrung bieten, oder Streuobstwiesen. Der Verein, gegründet von jungen Leuten, insbesondere Fußballspielern, unterstützt das. Er kooperiert mit dem Arbeitskreis und hilft finanziell. So spendete er der Gemeinde etwa kürzlich 1350 Euro, den Erlös eines Fußballturniers.

„Unser Dorf soll grüner werden“, nennt Annelie Scherf das gemeinsame Ziel. Parallel dazu werde zwar in ein neues Baugebiet mit voraussichtlich acht Grundstücken und einem sozialen Wohnprojekt investiert. Doch daran führt für sie kein Weg vorbei. „Um die gute Infrastruktur zu erhalten, muss eine Gemeinde sich weiterentwickeln“, nennt sie gleichzeitige Bemühungen, den dörflichen Charakter durch Grünflächen, aufgewertete wie neue, zu erhalten. Bestätigt sieht sich die Ortschefin darin, dass gerade „viele junge Familien hier leben wollen“. Rund 40 Grundstücke am Spatelweg waren binnen drei Jahren bebaut und ältere Häuser im Ortskern sind ebenfalls und auch bei jüngeren Leuten gefragt. Mit entscheidend: die gute Infrastruktur mit Betrieben, Einzelhandel, Kindertagesstätte mit Krippenplätzen, die Grundschule Gusterath-Pluwig und das große Wohn- und Seniorenzentrum.

Ebenfalls wichtig sind der gute öffentliche Personennahverkehr, die vielen engagierten Vereine und vielfältige Angebote wie seit mehr als 20 Jahren der „Pluwiger Sommer und Pluwiger Kultur-Herbst“. Die Reihe, in deren Rahmen jährlich wechselnd die Karl-May-Festspiele beziehungsweise Reitertreffen und Sommerfest stattfinden, startet 2020 am Sonntag, 10. Mai, mit einer Matinée. In der Gemeinde gibt es zudem eine Elektro-Ladestation, der Jugendraum soll attraktiver und ein Wochenmarkt, auch für Berufstätige nutzbar, etabliert werden, wofür Standbetreiber gesucht werden. Für Annelie Scherf steht daher fest. „Pluwig ist liebens- und lebenswert!“

Das große Wohn- und Seniorenzentrum mit dem Discounter nebenan prägt das Zentrum der Gemeinde.
Ursula Schmieder
Die Landschaft rings um Pluwig wartet mit eindrucksvollen Bildern auf.    
Landschaftsfotos (3): Freia Willems-Theisen